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Theatermusik


Ich war und bin als Produzent von Theatermusiken sowie als DJ innerhalb von Theaterproduktionen unterwegs.

Die Arbeitsweise:
Die Produktion eines stückebezogenen Soundtracks, passend zur jeweiligen Theaterproduktion unter Verwendung und bildbezogener Bearbeitung von bereits
vorhandenen Musikstücken aus einem riesigen persönlichen Musikarchiv sowie Eigenkomposition passender Fragmente und Collagen.
Erarbeitung der zur verwendenden Musik gemeinsam mit Regisseur und Schauspielern während der Probenphase.

Eine Auswahl meiner bisherigen Auftraggeber:

-Staatstheater Hannover, Schauspiel
-Staatstheater Mainz, Schauspiel
-Theatergruppe “Leben 2000” (Mainz/Oberh.)
-Thalia Theater, Hamburg

Hier eine kleine Auswahl meiner bisherigen Theaterarbeiten.
Wird bald erweitert um Informationen zu vergangenen Theaterprojekten aus den Jahren 2001-2009.
Hörproben werden gerne zur Verfügung gestellt.
Kontaktaufnahme bitte über das
Impressum.



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1.)
HERZMÜNDUNG” (von Lutz Hübner)
am Staatstheater Mainz (Uraufführung)
14 Vorstellungen in der Phönixhalle Mainz
Premiere: 11.April 99, z.l.M: 30.Juni 99
Regie:
Hartmut Wickert, Musik/DJ’ing: Stefan Roos

Ein Stück über das Leben und Scheitern des “normalen” Jungen MARK CHAPMAN, der mit allen Mitteln berühmt werden möchte,
und dies auch wahrhaftig durch sein Attentat auf JOHN LENNON am 8.12.1980 erreicht.

“Die Schüsse sollten ein Ventil sein für meine Enttäuschungen, meinen Ärger, meine Wut” (Mark Chapman, 1980).

Die Musik zum Stück bewegt sich von originalen Tracks der BEATLES/JOHN LENNON über nachbearbeitete und verfremdete Beatles-Songs bis hin zu selbstkomponierten elektronischen Collagen und äußerst raren instrumentalen Vinyltracks.
Ein extra für “Herzmündung” angefertigter Roos´-Remix des LAIBACH-Songs “Across the Universe” (Beatles-Cover) fand seinen Weg als superlimitierte Vinylauflage auf die Plattenteller zahlreicher namhafter Elektronik- und Experimental-DJ´s in Deutschland und den USA.

Radio NDR Info urteilte über den extra für´s Stück angefertigten Track “Mark´s Birthday”:
”...Enormes Feingefühl und ein kluges Händchen für minimale elektronische Klänge.Eine treibende und beflügelnde Unterstützung musikalischer Art für die Schauspieler. Der DJ auf dem Weg zum Orchesterersatz!”
Die (Haupt)Rolle des Mark Chapman spielte der bekannte Theater- und TV-Schauspieler HARALD KOCH (gerade kürzlich wieder auf ARTE im Filmdrama “Birthday” zu bewundern). “

Von einem (durch Bühnenbildnerin Marina Hellmann extra für die Produktion gebauten und im Bühnenbild integrierten) DJ-Turm spielte ich die Musik in Interaktion mit den Schauspielern live ins Stück ein (Bild)




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2.)
SCHEINBARKEIT & IRRNIS ” (von Ulrich Zieger)
am Schauspiel Hannover (Uraufführung)
15 Vorstellungen im Ballhof 2 Hannover
Premiere: 24.Oktober 99, z.l.M: 19.Mai 00
Regie: Hartmut Wickert, Musik/DJ’ing: Stefan Roos

Ein Stück nach der berühmten Romanvorlage des Autors WALTER SERNER aus den 20er Jahren.
SERNER, seinerzeit von den Nazis verfolgt, erwächst mit seinen Texten zur Zeit verdientermaßen zu einer literarischen Underground-Kultfigur.

Der von mir zusammengestelte Soundtrack zum Stück birgt rare Schätze der Popmusik (z.B. bisher unveröffentlichtes Livematerial von LEONARD COHEN), avantgardistischen Pop (z.B. STEREO TOTAL), rauhen Industrialsound (MINISTRY), atmosphärische Downbeats (NIGHTMARES ON WAX) und natürlich jede Menge Eigenkompositionen und extra für´s Stück gefertigte Remixe diverser Popsongs (z.B.ein Medley verschiedener FUNKI PORCINI-Tracks, abgestimmt auf die ebenfalls eingesetzten Videocollagen aus alten französischen Filmen)

Wieder ist der DJ “ins Bühnenbild integriert” und legt die Musik zum Stück in Interaktion mit den Schauspielern im Stück live auf.
In der extra für die SCHEINBARKEIT entworfenen Lounge gehen nach jeder Vorstellung Lesungen, DJ-Sets & Performances “über die Bühne”.

Die Hannoveraner Neue Presse urteilt im Oktober 99:
“...Das hat Kraft und Eleganz, hat ein unterschwelliges Fieber.Regisseur Wickert weiß das mit seinem Team wunderbar stimmig umzusetzen. Die Musik spannt einen Bogen vom Weltmeister der Melancholie, L.Cohen, bis zu Keith Jarrett. Auch Stefan´ Roos´ Eigenkompositionen fügen sich nahtlos perfekt ins Geschehen.”

Link: Pressekritik DIE WELT 1999
Link: Pressekritik BERLINER ZEITUNG 1999


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3.)
KULT”(von Falk Richter)
Alte Patrone/Kammerspiele Mainz
8 Vorstellungen
Premiere: 10.März 00, z.l.M: 06.April 00
Regie: Gruppe “Leben 2000” Mainz/Oberhausen, Musik: Stefan Roos

(Bild:Darsteller INGO BERK und SIMONE SPRENGEL)

Der Meister des “Pop Theater” mit seiner Abrechnung gegen “Soaps” und Medienwahnsinn.
Geschickt inszeniert von der Freien Theatergruppe LEBEN 2000 und ergänzt durch einen Soundtrack meinerseits.
Musik von MODERNIST über MADONNA, DEAN MARTIN und TIPSY bis hin zu diversen Eigenkompositionen minimaler Elektronik.

Radio HR 4 urteilte:
“Gegenwartstheater kann, für viele angestaubte Theatergänger unverständlich, durch zeitgemäße Popmusik eine schier unfassbare Belebung erfahren. Popmusik in wahrlich allen Facetten, teils selbst komponiert, darin liegt die Stärke des Mainzer Musikers und Discjockeys STEFAN ROOS, die er in der Mainzer Inszenierung des Richter-Stücks KULT eindrucksvoll unter Beweis stellt. Super.....”


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4.)
JEFF KOONS”(von Rainald Goetz)
am Schauspiel Hannover
16 Vorstellungen im Schauspielhaus Hannover
Premiere: 17.Mai 00, z.l.M: 01.Juli 00
Regie: Hartmut Wickert, Musik: Stefan Roos

Zweifellos einer der besten, weil sperrigsten Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur, beschäftigt sich RAINALD GOETZ in seinem Stück “Jeff Koons” mit den Wirrnissen eines Künstlerlebens, der Liebe, der Vermarktung der Kunst und nicht zuletzt den unsagbar vielen Worten im Alltag eines Künstlers.
Ein sehr wortgewaltiges Stück, poppig und doch zurückhaltend knisternd inszeniert vom Hannoveraner Regisseur Hartmut Wickert.

In diesem Stück kommt besonders die, an Theatern bis dato noch relativ neue, Arbeitsweise des “Cutting-Art-Musikers” zum Vorschein:
Teilnahme an den Proben, anschließend nächtelanges Einschließen ins Tonstudio, erarbeiten/samplen/schneiden/mixen von 4 Soundcollagen aus einem unermesslichen Stapel alter Vinylschallplatten (zu jedem Teil des Stückes eine Collage), in der Endprobenphase Einspielen der Tracks ins Schauspiel.

Teil 1: MinimalElektronik, Teil 2: Dirty Instrumental SlumHipHop, Teil 3: Avantgarde (John Zorn) meets Klassik (Schubert),
Teil 4: Minimal Elektronik, selbst komponiert

Auch Autor Goetz zeigte sich bei der Premierenfeier persönlich äußerst begeistert vom musikalischen Arrangement.



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